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Überraschung bei Löscheinsatz in Groß Berkel / Anrufer meldet Explosion / Gemeindebrandmeister spricht von Durchzündung

Feuerwehr entdeckt Drogen-Plantage

GROSS BERKEL. Feuerwehrleute, die am Samstagnachmittag zu einer „Explosion“ in einer ehemaligen Gaststätte an der Dorfstraße in Groß Berkel gerufen wurden, haben eine ungewöhnliche Entdeckung gemacht – im früheren Saal der Kneipe stießen sie auf eine große Cannabis-Plantage. Polizeibeamte nahmen noch während der Löscharbeiten einen 30 Jahre alten Mann vorläufig fest. Er wurde in Handschellen abgeführt und mit einem Streifenwagen zur Wache nach Hameln gebracht. Gegen ihn bestehe ein „erster Tatverdacht“, sagte Hauptkommissar Guido Krosta auf Nachfrage der Dewezet.

DWZ 190702 Titelbild

 Giftiger schwarzer Rauch steigt auf - Feuerwehrleute verlegen Schläuche. Foto: ube

 

Was die Polizei dem Verdächtigen vorwirft, wollte der Beamte mit Hinweis auf laufende Ermittlungen nicht sagen. Der 30-Jährige, der laut Krosta nicht in dem Haus wohnt, wurde in eine Gewahrsamszelle gesperrt. Er soll zeitnah von Ermittlern des Fachkommissariats 2 (FK 2) des Zentralen Kriminaldienstes vernommen werden. Das FK 2 ist für Drogendelikte, Raub und Diebstahl zuständig. Die durch das Feuer entdeckte Indoor-Plantage ist groß. Es hat den Anschein, als befänden sich viele Hundert Pflanzen in dem Gebäude. Die Polizei hat den Brandort beschlagnahmt und versiegelt.

Um 16.29 Uhr waren die Feuerwehren Groß Berkel, Aerzen und Königsförde-Selxen über Sirenen sowie die Werkfeuerwehr Lenze und die Führungsgruppe der Gemeindefeuerwehr und die Drehleiter der Feuerwehr Hameln via Pieper alarmiert worden. Die Alarmmeldung lautete: „Explosion in einem Wohnhaus!“

Zu diesem Zeitpunkt drang beißender schwarzer Qualm aus Lüftungsschlitzen und Ritzen. Zahlreiche Anrufer hatten Notrufe abgesetzt – einer von ihnen war der Feuerwehrmann Hartwig zur Mühlen. Der stellvertretende Brandabschnittsleiter „West“ wohnt in Groß Berkel und war gerade auf dem Nachhauseweg, als er die Rauchwolken entdeckte. „Die ganze Straße war verqualmt“, erzählt Hartwig zur Mühlen. Über Funk informierte der Ehrenamtliche die Leitstelle Hameln – und erkundete die Lage. „Auf einem Hinterhof stand eine ältere Frau. Sie klingelte. Bald darauf kam ein Mann aus dem Haus. Er wollte in einen Anbau gehen, der mit giftigen Brandgasen gefüllt war. Überall war Qualm. Ich habe die Leute zur Straße geschickt, damit ihnen nichts passiert.“

 

DWZ 190702 Titelseite
Spurensuche - Ermittler schauen sich die Überreste der Cannabis-Plantage an. Foto: ube
 
 
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Vorläufige Festnahme - Polizisten haben dem Tatverdächtigen Handschellen angelegt, führen ihn ab. Foto: leo

 

Bald darauf trafen die ersten Kräfte der Feuerwehr Groß Berkel am Brandort ein. Die Dorfstraße wurde voll, die Bundesstraße 1 teilweise gesperrt. Ortsbrandmeister Stephan Schünke übernahm die Einsatzleitung. Er ließ Schlauchleitungen verlegen. Löschtrupps rüsteten sich mit schwerem Atemschutz aus. Im ehemaligen Saal der Gaststätte wurden die Feuerwehrleute fündig. In dem Anbau war alles verkohlt, lag eine Rußschicht auf Pflanzen und Lüftungsanlagen. Gemeindebrandmeister Friedhelm Senke geht davon aus, dass es zu einer Durchzündung gekommen ist. Gemeint ist die explosionsartige Verbrennung von heißen Brandgasen. Das könnte erklären, weshalb Zeugen dem Leitstellen-Disponenten eine Explosion gemeldet haben.

Feuerwehrleute suchten in sämtlichen Räumen nach Glutnestern. Mit Hochleistungslüftern wurde im Gebäude ein Überdruck erzeugt – auf diese Weise wurden die pechschwarzen Rauchschwaden aus dem Gebäude gedrückt. Die Polizei bat die Feuerwehr, die Türen zu verschließen. Die Ursache des Feuers ist noch unbekannt. Möglich, dass durch einen technischen Defekt elektrische Anlagen in Brand geraten sind. Es sind Kunststoffe verbrannt. Deshalb stieg giftiger schwarzer Rauch auf, der sich in vielen Zimmern ausgebreitet hat. Die Cannabis-Plantage wurde offenbar professionell be- und entlüftet – zum Teil mit großen Lüftungsschläuchen, die größtenteils verbrannt oder geschmolzen sind. Ehrenamtliche der Schnell-Einsatzgruppe des Roten Kreuzes sicherten den großen Feuerwehreinsatz ab.

Quelleninformationen
Autor: Ulrich BehmannWebsite: http://www.dewezet.de

   

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Quelle: Deutsche Wetterdienst
Letzte Aktualisierung 04/12/2020 - 17:33 Uhr
   
   
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