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Bewohner aus dem Schlaf gerissen


Heute Nacht in Groß Berkel: Volvo durchschlägt massive Gartenmauer und kracht gegen Wohnhaus 

Von Ralph Lorenz und Frank Weber

Groß Berkel (wbn). Ein mächtiger Knall, klirrende Scheiben und das Knirschen von Blechteilen, die sich in die Hauswand bohren – so wurden die Bewohner des Hauses Hamelner Straße 14 in Groß Berkel  heute Nacht um 1.46 Uhr aus dem Schlaf gerissen.

Mit großer Wucht hatte ein Volvo-Kombi  die Mauer des Vorgartens an der Bundesstraße 1 durchschlagen und war dann mit der Fahrzeugfront gegen die Gebäudeseite geknallt. Wie durch ein Wunder wurde der Fahrer nur geringfügig verletzt. Er soll, ersten Informationen zufolge, allerdings nach Alkohol gerochen haben. Warum der Volvo-Fahrer von der Fahrbahn abgekommen war, konnten die Unfallermittler heute Nacht noch nicht sagen.

(Zum Bild: Die weggeschleuderten mächtigen Steine der Gartenmauer sprechen eine deutliche Sprache: Dieser Volvo 40 war mit großer Wucht gegen die Hauswand gekracht. Für die Bewohner war anschließend an Schlaf nicht mehr zu denken. Foto: Weber)

Es erfolgen erst noch weitere Analysen der Spurensicherung. Doch eines steht fest: Der Mann hatte großes Glück gehabt, wie auch die Feuerwehrkameraden feststellen konnten, die bei dem Einsatz in unmittelbarer Nähe zum Feuerwehrhaus nur über die Straßenseite der Ortsdurchfahrt der Bundesstraße 1 zu wechseln brauchten. Ihr Einsatz war kurz nach 3 Uhr beendet.

Hinweis der Redaktion: In Kürze erscheint auch ein Video-Bericht zu dem nächtlichen Unglück in Groß Berkel.

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Stunden ist die Lage wieder unter Kontrolle

Aerzen (red). Nach dem Austritt von Ammoniak in der Aerzener Brotfabrik ist die Lage wieder unter Kontrolle. Am Montag war in dem Betrieb eine größere Menge des Atemgiftes ausgetreten.

Nach 22 Stunden hatte die Feuerwehr am Dienstagmorgen um 10 Uhr alle Sicherungsarbeiten abgeschlossen. An einer Anlage zur Schockfrostung von Kuchen war am Montag ein Austritt von Ammoniak festgestellt worden. Einsatzkräfte der Feuerwehr Aerzen erkundeten die Lage: Eine größere Menge des Atemgifts war bereits in eine unter der Anlage befindlichen Wanne gelaufen und verdampfte von dort. Der Ammoniakgeruch war auch vor dem Gebäude deutlich wahrnehmbar. Daher entschloss sich der Einsatzleiter

weitere Gefahrguteinheiten zu alarmieren. Die Feuerwehreb Groß Berkel, Grießem, Herkendorf, Grupenhagen sowie der Gefahrgutzug und der ABC-Zug der Kreisfeuerwehr setzten sich nach Aerzen in Marsch.

Das bis dahin ausgetretene Ammoniak wurde mit Chemikalienbindemitteln aufgenommen und so unschädlich gemacht. Da im unmittelbaren Bereich der Anlage durch das gasförmige Ammoniak Explosions- und Gesundheitsgefahr bestand, wurde der Bereich weiträumig abgesperrt. Die Arbeiter der Firma konnten alle unverletzt aus dem Gebäude geführt werden und wurden von der Firmenleitung nach Hause geschickt.

Bei weiteren Erkundungen wurde festgestellt, dass von der Anlage eine Leitung abgerissen war und so das Ammoniak aus zwei Öffnungen austreten konnte. Eine Öffnung konnte von den Einsatzkräften verschlossen werden, während die andere Öffnung auf Grund der Bauweise der Anlage nicht zugänglich war. Daher war es notwendig, die Anlage komplett zu entleeren. Eine Fachfirma lieferte dafür Spezialpumpen und besondere Auffangbehälter, um die 300 Liter Ammoniak aufzunehmen.

Das flüssige Ammoniak wurde so weit wie möglich aus der Anlage in die Spezialbehälter umgepumpt. Nachdem die überwiegende Menge abgepumpt war, wurde der Rest kontrolliert in das Gebäude abgelassen und weiter beheizt, um eine schnelle Verdampfung zu gewährleisten. Mit bis zu drei Hochleistungslüftern wurde dann der gasförmige Schadstoff aus der Halle gedrückt. Nachdem Messungen ergeben hatten, dass die Konzentration des Ammoniaks unter 150 ppm (parts per million) gefallen war, wurde die Lüftungsanlage der Produktionshalle wieder in Betrieb genommen.

Zurzeit liegt die Konzentration in der Halle bei 50 ppm, was dem Einsatztoleranzwert entspricht. Da weiterhin ein stechender Geruch in der Halle wahrnehmbar ist, werden die Be- und Entlüftungsmaßnahmen weiterhin durchgeführt.

Quelleninformationen
Autor: Ralph Lorenz und Frank WeberWebsite: http://www.weserbergland-nachrichten.de

   
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Letzte Aktualisierung 22/08/2019 - 02:43 Uhr
   

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