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„Das ist echt unheimlich“

Serienbrandstifter legt elftes Feuer in Gellersen / Bürger haben Angst – und fordern harte Bestrafung

VON ULRICH BEHMANN

UND WIEBKE WESTPHAL

Aerzen/Emmerthal. Das Feuer, das am späten Mittwochabend bei Gellersen entdeckt wurde, ist der elfte Brand in Folge, der seit Anfang Oktober in den Gemeinden Emmerthal und Aerzen und bei Großenberg gelegt worden ist. Fast jede Nacht ist der Feuerteufel unterwegs. Nur zwischen dem 25. Oktober und dem 11. November hat er wohl nicht gezündelt. Viele Bürger fürchten sich vor dem Unbekannten, vor allem diejenigen, die am Ortsrand wohnen, die Gartenhäuser und Ställe ihr Eigen nennen oder gemeinsam mit anderen Vereinshäuser gebaut haben. Irina T. (39) hat so große Angst vor dem Täter, dass sie ihren Nachnamen nicht nennen möchte. „Ich halte Tiere. Wenn ich öffentlich etwas gegen den Gestörten sage, kommt der nachher noch zu mir nach Hause. Nee, danke“, sagt sie. Es gibt Bürger, die achten jetzt verstärkt auf ihr Hab und Gut. „Wir schauen öfter mal in unserem Schrebergarten vorbei, gucken, ob da nicht einer herumgeistert“, sagt ein Rentner (70). „Mehr kann man ja nicht machen. Da bist du hilflos.“

 

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Feuer Nummer elf: Bei Gellersen hat der Serientäter am späten Mittwochabend ein Gartenhaus mit Terrasse und Werkzeugschuppen angezündet. Es brannte nieder.  Foto: ube

„Ich versuche, mir nicht so viele Gedanken zu machen“, sagt ein junger Vater, der seine Tochter von der Kindertagesstätte in Aerzen abholt. Der Mann arbeitet im Schichtbetrieb, wenn er zur Spätschicht aufbricht, mache er sich manchmal schon Sorgen um seine Familie, sagt er. „Auch wenn bislang ja keine Wohnhäuser angezündet wurden.“ Eine junge Frau aus Kirchohsen sagt im Vorbeigehen, „gruselig“ sei das, „was da gerade abgeht. Das ist echt unheimlich.“ Emmerthals Bürgermeister Andreas Grossmann warnt vor Panikmache. Man dürfe jetzt keine Ängste schüren, sagt er.

 

Die Emmerthaler Kulturbeauftragte Andrea Gerstenberger hat in Gesprächen mit Freunden, Bekannten und anderen Bürgern zwar noch nicht bemerkt, dass die Angst besonders groß ist, aber: „Gedanken macht man sich ja schon“, sagt sie. In Welsede habe der Brandstifter schließlich ganz in der Nähe von Gebäuden Feuer gelegt. Im sozialen Netzwerk Facebook wird in diesen Tagen viel über den Brandstifter und seine Motive diskutiert. Yvonne Loop hat auf der Seite der Kreisfeuerwehr gepostet, was viele denken: „Da bekommt man es doch echt langsam mit der Angst zu tun.“ Und auch auf der Straße wird über die Identität des Feuerteufels spekuliert. Ingeborg Neumann, die gerade erst von Bad Pyrmont nach Grupenhagen gezogen ist, vermutet, dass der Täter ortsansässig sein muss. „Es fährt doch keiner nachts 100 Kilometer, um Scheunen anzuzünden.“

 

Rüdiger Schellberg stellt auf Facebook die Frage: „Wann schnappen die den endlich?“ Mit Hochdruck arbeite eine Ermittlungsgruppe an der Aufklärung der Fälle, teilt Hauptkommissar Jörn Schedlitzki auf Anfrage mit. Mehr möchte er nicht sagen – „aus kriminaltaktischen Gründen“. Jede Information könnte der Täter nutzen. „Würden wir alles öffentlich ausbreiten, was wir tun, könnte das den Fahndungserfolg gefährden.“ Bislang habe die Polizei noch keine heiße Spur.

 

Eines eint die Menschen, die wir auf der Straße befragt haben, und diejenigen, die sich in der virtuellen Welt äußern: Sie fordern eine harte Bestrafung des Serienbrandstifters.

 

Viele Feuerwehrleute, die um 22.24 Uhr zum Brandort nach Gellersen gerufen wurden, hielten sich gerade in Herkendorf auf, wo sie gegen ein Feuer in einem Wohnhaus gekämpft hatten. Weil es zunächst hieß, an der Kreisstraße 37 zwischen Aerzen und Gellersen brenne eine Scheune und der Weg für einige Einsatzkräfte weit war, wurde vorsorglich die zweithöchste Alarmstufe ausgelöst. Feuerwehrleute aus Gellersen, Aerzen, Groß Berkel, Reher, Reinerbeck, Amelgatzen und sogar aus Bad Pyrmont wurden alarmiert. Vor Ort stellte sich heraus, dass ein Gartenhaus mit Terrasse und Werkzeugschuppen lichterloh in Flammen stand. Es fiel kurz darauf in sich zusammen. Um 1.30 Uhr wurden einige Feuerwehrleute abermals nach Gellersen geschickt – Gott sei Dank nur für Nachlöscharbeiten.

Quelleninformationen
Autor: Ulrich BehmannWebsite: http://www.dewezet.de

   
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Letzte Aktualisierung 22/08/2019 - 02:33 Uhr
   

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