Einloggen

   

Suchen und Finden  

   

Letzter Einsatz  

Brandeinsatz
15.11.2017
Groß Berkel, An der Bahn
   

Zufallsbilder  

   

Besucher seit 07.01.2013  

184891
HeuteHeute541
Dieser MonatDieser Monat13653
AlleAlle184891
   

 

Auto prallt gegen Baum

Deister- und Weserzeitung vom 12.08.2017

 

DWZ Titel

ArtBild20160602

Lagerhalle angezündet

Serientäter legt 13. Feuer / Erneut Großeinsatz in Aerzen / 100000 Euro Schaden

Straßen bleiben durchgehend beleuchtet

Reaktion auf Brandserie: Nachtabschaltung in Aerzen und Emmerthal vorübergehend aufgehoben

Aerzen/Emmerthal. Die umstrittene Nachtabschaltung in Aerzen und Emmerthal ist vorübergehend ausgesetzt worden. Das bestätigten Aerzens Bürgermeister Bernhard Wagner und Emmerthals Erster Gemeinderat Elmar Günzel auf Nachfrage. Beide Verwaltungsspitzen hätten in gegenseitiger Absprache auch in Abstimmung mit der Polizei entschieden, die Straßenbeleuchtung in den Nachtstunden durchgehend anzulassen. Die Regelung solle so lange gelten, wie die Brandserie anhält. Allerdings, so betonen Wagner und Günzel übereinstimmend, könnten sie bei den mittlerweile 13 Feuern der vergangenen Wochen, die überwiegend in den beiden Gemeindegebieten auftraten, keinen Zusammenhang zwischen den Bränden und unbeleuchteten Straßen sehen. Dort, wo Feuer gelegt wurden, würden ohnehin keine Lampen stehen, heben sie hervor. Und: Die Taten hätten sich meist zu einer Uhrzeit ereignet, zu der die Beleuchtung noch eingeschaltet gewesen sei.Schon länger hatten Einwohner aus beiden Gemeinden ihre Sorgen geäußert, dass die Sicherheit durch die dunklen Straßen gefährdet werde – was nun nach der für viele Aerzener und Emmerthaler unheimlichen Brandserie noch verstärkt wird. „Das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung spielt bei unserer Entscheidung eine Rolle“, sagt Bürgermeister Wagner. „Wir wollen da wieder etwas Ruhe reinbringen“, hebt auch Günzel hervor. „Wenn es uns gelingt, den Täter von weiteren Bränden abzuhalten, ist das sinnvoll“, meint der Erste Gemeinderat.Für Bürgermeister Wagner geht es besonders darum, dass die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren nicht in der Dunkelheit zu den Tatorten und anschließend zurück zu ihren Wohnungen müssten. „Damit will ich meine Feuerwehrleute aktiv unterstützen“, sagt Wagner, der zuletzt immer vor Ort bei den Bränden war. Im letzten Feuer in der vorangegangenen Nacht sieht er eine „neue Stufe als erreicht an“. Nicht mehr die Außenbereiche seien betroffen, sondern inzwischen ein Industriegebiet. Wagner: „Das ist eine beklemmende und bedrückende Situation.“ cb

2013 11 20 dwz3
Seit einigen Jahren gelten in den beiden Gemeinden Nachabschaltungen, um Strom und dadurch Geld zu sparen. Jetzt bleiben die Straßenlampen – hier in Aerzen an der Bundesstraße – die ganze Nacht an. Foto: Archiv / nls

„Das ist echt unheimlich“

Serienbrandstifter legt elftes Feuer in Gellersen / Bürger haben Angst – und fordern harte Bestrafung

VON ULRICH BEHMANN

UND WIEBKE WESTPHAL

Aerzen/Emmerthal. Das Feuer, das am späten Mittwochabend bei Gellersen entdeckt wurde, ist der elfte Brand in Folge, der seit Anfang Oktober in den Gemeinden Emmerthal und Aerzen und bei Großenberg gelegt worden ist. Fast jede Nacht ist der Feuerteufel unterwegs. Nur zwischen dem 25. Oktober und dem 11. November hat er wohl nicht gezündelt. Viele Bürger fürchten sich vor dem Unbekannten, vor allem diejenigen, die am Ortsrand wohnen, die Gartenhäuser und Ställe ihr Eigen nennen oder gemeinsam mit anderen Vereinshäuser gebaut haben. Irina T. (39) hat so große Angst vor dem Täter, dass sie ihren Nachnamen nicht nennen möchte. „Ich halte Tiere. Wenn ich öffentlich etwas gegen den Gestörten sage, kommt der nachher noch zu mir nach Hause. Nee, danke“, sagt sie. Es gibt Bürger, die achten jetzt verstärkt auf ihr Hab und Gut. „Wir schauen öfter mal in unserem Schrebergarten vorbei, gucken, ob da nicht einer herumgeistert“, sagt ein Rentner (70). „Mehr kann man ja nicht machen. Da bist du hilflos.“

 

2013 11 15 dwz1

Feuer Nummer elf: Bei Gellersen hat der Serientäter am späten Mittwochabend ein Gartenhaus mit Terrasse und Werkzeugschuppen angezündet. Es brannte nieder.  Foto: ube

„Ich versuche, mir nicht so viele Gedanken zu machen“, sagt ein junger Vater, der seine Tochter von der Kindertagesstätte in Aerzen abholt. Der Mann arbeitet im Schichtbetrieb, wenn er zur Spätschicht aufbricht, mache er sich manchmal schon Sorgen um seine Familie, sagt er. „Auch wenn bislang ja keine Wohnhäuser angezündet wurden.“ Eine junge Frau aus Kirchohsen sagt im Vorbeigehen, „gruselig“ sei das, „was da gerade abgeht. Das ist echt unheimlich.“ Emmerthals Bürgermeister Andreas Grossmann warnt vor Panikmache. Man dürfe jetzt keine Ängste schüren, sagt er.

 

Die Emmerthaler Kulturbeauftragte Andrea Gerstenberger hat in Gesprächen mit Freunden, Bekannten und anderen Bürgern zwar noch nicht bemerkt, dass die Angst besonders groß ist, aber: „Gedanken macht man sich ja schon“, sagt sie. In Welsede habe der Brandstifter schließlich ganz in der Nähe von Gebäuden Feuer gelegt. Im sozialen Netzwerk Facebook wird in diesen Tagen viel über den Brandstifter und seine Motive diskutiert. Yvonne Loop hat auf der Seite der Kreisfeuerwehr gepostet, was viele denken: „Da bekommt man es doch echt langsam mit der Angst zu tun.“ Und auch auf der Straße wird über die Identität des Feuerteufels spekuliert. Ingeborg Neumann, die gerade erst von Bad Pyrmont nach Grupenhagen gezogen ist, vermutet, dass der Täter ortsansässig sein muss. „Es fährt doch keiner nachts 100 Kilometer, um Scheunen anzuzünden.“

 

Rüdiger Schellberg stellt auf Facebook die Frage: „Wann schnappen die den endlich?“ Mit Hochdruck arbeite eine Ermittlungsgruppe an der Aufklärung der Fälle, teilt Hauptkommissar Jörn Schedlitzki auf Anfrage mit. Mehr möchte er nicht sagen – „aus kriminaltaktischen Gründen“. Jede Information könnte der Täter nutzen. „Würden wir alles öffentlich ausbreiten, was wir tun, könnte das den Fahndungserfolg gefährden.“ Bislang habe die Polizei noch keine heiße Spur.

 

Eines eint die Menschen, die wir auf der Straße befragt haben, und diejenigen, die sich in der virtuellen Welt äußern: Sie fordern eine harte Bestrafung des Serienbrandstifters.

 

Viele Feuerwehrleute, die um 22.24 Uhr zum Brandort nach Gellersen gerufen wurden, hielten sich gerade in Herkendorf auf, wo sie gegen ein Feuer in einem Wohnhaus gekämpft hatten. Weil es zunächst hieß, an der Kreisstraße 37 zwischen Aerzen und Gellersen brenne eine Scheune und der Weg für einige Einsatzkräfte weit war, wurde vorsorglich die zweithöchste Alarmstufe ausgelöst. Feuerwehrleute aus Gellersen, Aerzen, Groß Berkel, Reher, Reinerbeck, Amelgatzen und sogar aus Bad Pyrmont wurden alarmiert. Vor Ort stellte sich heraus, dass ein Gartenhaus mit Terrasse und Werkzeugschuppen lichterloh in Flammen stand. Es fiel kurz darauf in sich zusammen. Um 1.30 Uhr wurden einige Feuerwehrleute abermals nach Gellersen geschickt – Gott sei Dank nur für Nachlöscharbeiten.

Von der Weser an die Elbe

275 Feuerwehrleute aus Hameln-Pyrmont und Holzminden sichern Deiche im Landkreis Lüneburg

Hameln-Pyrmont/Amt Neuhaus. „Noch ist die Gefahr nicht sichtbar, aber die Experten sind sich einig: Da rollt was auf uns zu“, sagt Jürgen Selle. Der 57-jährige Feuerwehrmann aus Rohrsen steht auf einem Deich, schaut auf die Elbe und auf einen vorgelagerten Seitenarm beim Amt Neuhaus im Landkreis Lüneburg, der am Mittwoch Katastrophenalarm ausgelöst hat. Noch fließt das in der Sonne glitzernde Wasser des Flusses, das der Leiter der Hameln-Pyrmonter Kreisbereitschaft West, vor Augen hat, idyllisch dahin.

2013 06 07 dwz2 Feuerwehrleute aus Hameln erhöhen einen Elbdeich im Landkreis Lüneburg. Am Morgen waren sie gemeinsam mit Freiwilligen aus Hessisch Oldendorf, Bad Pyrmont und Aerzen nach Pommau (Amt Neuhaus) gefahren. fn/S. Bode

 

„Kaum zu glauben, dass davon eine ernste Gefahr ausgehen soll.“ Selle hat jedoch gehört, dass irgendwo in Sachsen-Anhalt ein Damm gesprengt worden ist. „Das ist wohl der Grund, warum es hier noch ganz dicke kommen kann“, meint er. Fest steht: Die Elbe breitet sich aus. Die Behörden rechnen derzeit damit, dass die Welle aber nicht vor dem 13. Juni durch die niedersächsischen Elbauen schwappen wird.

 

 2013 06 07 dwz3

Millionen von Sandsäcken müssen bis dahin noch gefüllt werden, um Deiche und Häuser sichern zu können. Da wird jede helfende Hand gebraucht. Hilfe für die von einer Rekordflut bedrohten Menschen kommt auch von der Weser: 132 Feuerwehrleute aus Hameln, Bad Pyrmont, Hessisch Oldendorf und Aerzen und die Besatzung eines DRK-Rettungswagens aus Marienau sind gestern um 4.15 Uhr zur Deichverteidigung an die Elbe gefahren. Der Blaulicht-Konvoi der Kreisbereitschaft West war mehrere Hundert Meter lang – er setzte sich aus 31 Einsatzfahrzeugen zusammen. Die Freiwilligen hatten geahnt, dass sie irgendwann gebraucht werden. Bereits in den Jahren 2002 und 2006 waren sie an der Elbe im Hochwasser-Einsatz – stets im Kreis Lüchow-Dannenberg. Diesmal sollen sie einen Deich im Landkreis Lüneburg verteidigen. Nur vier Stunden später setzt sich in Eschershausen ein zweiter Hilfskonvoi in Bewegung – 143 Feuerwehrleute rücken mit ebenfalls 31 Fahrzeugen ab. Sie haben dasselbe Ziel: das Amt Neuhaus.

 

Als die Feuerwehrleute am Mittwochabend gegen 21.30 Uhr angefordert wurden, wussten sie nur, dass sie nach „Amt Neuhaus“ fahren und voraussichtlich vier Tage im Katastrophengebiet helfen sollen. Um 4 Uhr versammelten sich die Ehrenamtlichen an der B217 in Höhe Hottenbergsfeld. Dann ging’s Richtung Norden.

 

„Unser Auftrag lautet: ,Befüllen und Verbauen von Sandsäcken!‘“, erklärt Selle. Die Stimmung unter den Feuerwehrleuten ist ausgezeichnet. „Wir sind hoch motiviert, freuen uns darauf, Menschen in Notsituationen helfen können“, sagt Selle. Auch die anderen Feuerwehrleute sehen das so: „Dann lasst uns mal wieder kämpfen“, postet Oberbrandmeister Bernhard Mandla aus Hameln, der mit Interhelp schon auf Haiti Erdbebenopfer behandelt hat, auf Facebook – und fügt hinzu: „Denn wir wären auch heilfroh, wenn Leute kämen, die uns helfen, wenn uns in Hameln das Wasser im wahrsten Sinne des Wortes bis zum Halse stände.“ So sehen das alle hier, die von der Weser an die Elbe gefahren sind.

 

„Wenn jeder tüchtig mit anpackt, kann es uns gelingen, den Schaden für die Leute so gering wie möglich zu halten. Jeder, der mitgefahren ist, weiß: Das, was wir machen, ist wichtig und sinnvoll. Und genau das treibt uns an“, meint Björn Lönnecker. Ihm und den anderen Helfern ist völlig egal, wo sie die Nacht verbringen müssen. „Wir werden wohl in einer Schule oder in einer Sporthalle schlafen. Wo, das wissen wir noch nicht.“ Gegen Mittag spucken die ersten Feuerwehrleute aus dem Weserbergland auf einem eingezäunten Platz hinter dem Deich bei Pommau (Amt Neuhaus) in die Hände und greifen zu ihren Schaufeln. 29000 Säcke sollen gefüllt werden. Ein riesiger Berg Sand liegt schon da. Bei Temperaturen um 20 Grad schuften sie bis zum Umfallen. Die Frauen und Männer aus Hameln, Bad Pyrmont, Hessisch Oldendorf und Aerzen unterstützen ihre Kameraden aus den Orten Stapel und Zeetze, die sich sichtlich darüber freuen, dass man ihnen unter die Arme greift. Die Verstärkungskräfte haben sogar eine mobile Sandsack-Füllanlage mitgebracht. Das Gerät erleichtert die schweißtreibende Arbeit sehr.

 

Auch Oberbrandmeister Maik Gödeke aus Bad Pyrmont-Holzhausen kämpft mit an der sogenannten „Hochwasser-Front“. „Jeder hat doch die Bilder im Fernsehen gesehen. Ist doch klar, dass wir da alle ein gemeinsames Ziel verfolgen, nämlich: Menschen helfen, Hab und Gut sichern“, sagt der Oberbrandmeister.

 

fn/S. Bode

Von Ulrich Behmann

Explosionsgefahr in Biogasanlage

Schwelbrand löst Großeinsatz in Aerzen aus / Notfackel angefordert

 

Aerzen (ube). Schwelbrand in einer Biogasanlage an der Heerstraße in Aerzen: Weil viele Atemschutzgeräteträger benötigt wurden, löste die Feuerwehr gestern Abend die zweithöchste Alarmstufe aus. Durch den Störfall standen Motor und Generator still. Problem: Die Bakterien in den Gärbehältern produzieren weiter Biogas, das nicht verbrannt werden kann und deshalb aus einem Sicherheitsventil abgeleitet werden muss. In diesem Bereich bestehe Explosionsgefahr, sagte Kreisbrandmeister und Chemiker Frank Wöbbecke. Biogas besteht unter anderem aus Methan, Kohlendioxid, Schwefelwasserstoff und Ammoniak – Stoffe, die entzündlich, giftig oder ätzend sind. Das Gemisch ist jedoch leichter als Luft. Mit Explosionswarngeräten der Feuerwehr Aerzen und der Feuerwehrtechnischen Zentrale Kirchohsen wurde die Umgebung ständig kontrolliert. Ein Intensivtransportfahrzeug des Roten Kreuzes stand in Bereitschaft. Neben der Feuerwehr Aerzen waren auch die Ortswehren Groß Berkel und Reher im Einsatz. Insgesamt rückten zwölf Fahrzeuge mit 52 Freiwilligen aus.

In der Deckenverkleidung aus Heraklith- und Spanplatten brannte es. Zunächst war der Stahlcontainer, in dem sich auch der Generator befindet, mit Wasser gekühlt worden. Dann ließ Einsatzleiter Heinz Brand die qualmende Verkleidung entfernen. Wöbbecke bestand darauf, dass eine Notfackel installiert wird, um das überschüssige Gas verbrennen zu können.

bio dwz

In der Deckenverkleidung brennt es. Ein Feuerwehrmann, der schweren Atemschutz trägt, will sie aufsägen.

 

Aus der Deckung heraus gelöscht

 

Groß Berkel (ube). Aus der Deckung heraus haben Feuerwehrleute aus Groß Berkel eine brennende Gasflasche gelöscht. „Wir haben uns geduckt und hinter einem Holzschuppen Stellung bezogen“, sagt Ortsbrandmeister Hartwig zur Mühlen. Am Samstag um 17.58 Uhr waren Feuerwehr und Rettungsdienst zur Straße „Freiheit“ gerufen worden. „Ein Mann hatte mit einem Gasbrenner Grillkohle entzünden wollen. Am Druckminderungsventil ist Gas ausgeströmt. Es hat sich entzündet. Kurz darauf brannte schon der Kunststoffschlauch“, berichtet der Einsatzleiter. Die Flammen seien schnell gelöscht, die Gasflasche mit Wasser gekühlt worden. Foto: ube

dwz080511ube

   

Nächste Termine  

Fr Dez 01 @18:00 -
Kommandositzung
Mo Dez 04 @19:00 -
Theoretischer Unterricht
Di Dez 05 @19:00 -
Weihnachtsfeier Altersabteilung
Sa Dez 09 @09:00 - 12:00
Reinigungsdienst
Do Dez 14 @19:00 -
Fahrzeug- und Gerätekunde
   
November 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30
   
Wetterwarnung für Kreis Hameln-Pyrmont :
Es ist zur Zeit keine Warnung aktiv.
0 Warnung(en) aktiv
Quelle: Deutsche Wetterdienst
Letzte Aktualisierung 24/11/2017 - 15:46 Uhr
   
184891
Copyright © 2017 Freiwillige Feuerwehr Groß Berkel. Alle Rechte vorbehalten.
Joomla! ist freie, unter der GNU/GPL-Lizenz veröffentlichte Software.