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Röhrenfernseher löst Wohnungsbrand aus

Plötzlich habe es „fürchterlich geknallt“ / Haus vorerst unbewohnbar

VON ULRICH BEHMANN

2013 11 15 dwz2

 

84 Freiwillige aus Aerzen, Groß Berkel, Dehmke, Grupenhagen und Kirchohsen waren am Mittwochabend in Herkendorf im Einsatz. Die Wohnung ist verwüstet, das Haus vorerst unbewohnbar. Foto: ube

 

Herkendorf. Sie habe den Fernseher angeschaltet und sei in die Küche gegangen. Plötzlich habe es „fürchterlich geknallt“, erzählt die 43 Jahre alte Mieterin den Ermittlern der Polizeistation Aerzen. Die Frau steht sichtbar unter dem Eindruck der Ereignisse, die sich am Mittwochabend um 20.45 Uhr in der ersten Etage eines mit roten Klinkern verkleideten Fachwerkhauses an der Straße „In der Grund“ in Herkendorf zugetragen haben. Sie wird von Rettungsassistenten des Roten Kreuzes betreut. Als sie ins Wohnzimmer gelaufen sei, um dort nach dem Rechten zu schauen, habe das Röhrengerät lichterloh gebrannt, berichtet die Herkendorferin weiter. Um die Flammen zu ersticken, habe sie zwei Decken auf den Apparat geworfen. Geholfen hat das nicht. Schreiend sei die Frau die Treppe heruntergekommen, erzählt die Vermieterin. Die drei Hausbewohner taten das Richtige – sie brachten sich in Sicherheit. Kurz danach heulten in Herkendorf und Dehmkerbrock die Sirenen.


Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Jens Pieper wohnt im selben Dorf. Er war rasch am Einsatzort und forderte sofort Verstärkung an.

 

„Das Wohnzimmer hat in voller Ausdehnung gebrannt“, sagt der Feuerwehrmann. Die Leitstelle löste die zweithöchste Alarmstufe aus.Freiwillige aus Aerzen, Groß Berkel, Dehmke und später auch aus Grupenhagen und Kirchohsen eilten zum Brandort. Über zwei Leitern wurden zunächst die Flammen im Wohnzimmer bekämpft. „Das Feuer hatte sich über den Flur ins Treppenhaus gefressen. Der pechschwarze Rauch dürfte dort oben 1000 Grad heiß gewesen sein“, sagt Pieper. Um 21.30 Uhr war der Brand gelöscht. „Die obere Wohnung ist verwüstet, die untere durch Wasser und Qualm in Mitleidenschaft gezogen worden“, sagt der Einsatzleiter. Das Haus sei zunächst einmal unbewohnbar. 84 Freiwillige waren im Einsatz. Viele von ihnen mussten um 22.24 Uhr mit Blaulicht und Sirene von Herkendorf nach Gellersen fahren – dort hatte der Serienbrandstifter erneut zugeschlagen.

Quelleninformationen
Autor: Ulrich BehmannWebsite: http://www.dewezet.de

   

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