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Polizei: Fahrfehler war Unfallursache

18-Jähriger verliert nach Überholmanöver Kontrolle über Auto / Äußerst schwierige Rettung

 

Von Ulrich Behmann

Königsförde. Der schwere Verkehrsunfall, der sich am Mittwochabend um 18.57 Uhr zwischen Königsförde und Groß Berkel ereignet hat (wir berichteten), ist nach Meinung der Polizei „auf einen Fahrfehler“ zurückzuführen. Das teilte gestern Hauptkommissar Udo Fischer auf Anfrage der Dewezet mit.

 

Rettungsmannschaften der Feuerwehr hatten zwei eingeklemmte Insassen aus den Blechmassen befreien müssen. Der Autofahrer konnte erst nach knapp zwei Stunden aus dem Wrack geholt werden. Ein 18-Jähriger aus Aerzen, der seit zirka einem Jahr einen Führerschein besitzt, war auf der Landesstraße 432 von Königsförde in Richtung Groß Berkel unterwegs. Etwa 200 Meter hinter dem Ortsausgang habe der junge Kraftfahrer in einer Linkskurve ein Auto überholt, sagte Fischer. Beim Wiedereinscheren geriet sein Seat Ibiza auf den rechten unbefestigten Seitenstreifen. Der Aerzener verlor die Kontrolle über seinen Wagen, das Fahrzeug geriet ins Schleudern und prallte frontal gegen einen Baum. Die Wucht des Aufpralls war so groß, dass der Motorblock herausgerissen wurde und meterweit durch die Luft auf einen Acker flog.

 

Weil sowohl der Fahrer als auch sein 17 Jahre alter Beifahrer eingeklemmt waren, schickte die Leitstelle Hameln neben Notarzt- und Rettungswagen die Feuerwehr-Rüstzüge aus Aerzen und Hameln zum Unfallort. Schneller als gedacht gelang es den Freiwilligen aus Aerzen und Königsförde, den offenbar nur leicht verletzten Beifahrer zu befreien.

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Aus diesem völlig demolierten Auto mussten Rettungskräfte die beiden eingeklemmten Insassen befreien.

Obwohl es dunkel war, wagten die DRF-Luftretter den Flug nach Königsförde. „Christoph Niedersachsen“ landete auf einer von der Feuerwehr ausgeleuchteten Wiese – direkt neben dem herausgerissenen Motorblock des Unfallwagens.

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Fotos: ube

 

Deshalb wurde die Feuerwehr Hameln, die sich zu diesem Zeitpunkt bereits kurz vor Groß Berkel befand, wieder abbestellt. Der Fahrer war ungewöhnlich stark eingeklemmt. Die Füße des Schwerverletzten seien vom Blech umhüllt gewesen, sagte Gemeindebrandmeister Friedhelm Senke. „So einen komplizierten Fall hatten wir schon seit Jahren nicht mehr.

 

Wir mussten sehr behutsam vorgehen, um das Opfer nicht auch noch bei der Rettungsaktion zu verletzen.“ Obwohl Greifzug, Rettungsschere, Spreizer und zwei hydraulische Stempel eingesetzt wurden, gelang es nicht auf Anhieb, den Mann freizubekommen. Das Opfer wurde die ganze Zeit über von einer Hamelner Notärztin und Rettungsassistenten der Feuerwehr und des Roten Kreuzes intensivmedizinisch behandelt und zuletzt künstlich beatmet. Um 20.15 Uhr forderte die Einsatzleitung aus Aerzen die Feuerwehr Hameln an. „Wir wollten einen Plasmaschneider einsetzen“, erklärt Senke. Über ein solches Gerät, mit dem man Metall wie Butter zerschneiden kann, verfügt im Flecken Aerzen keine Feuerwehr. Schließlich gelang es, mit vereinten Kräften und einem dritten hydraulischen Stempel, das Wrack so zu dehnen, dass der Verletzte um 20.55 Uhr herausgezogen werden konnte.

 

In der Zwischenzeit hatte die Feuerwehr Groß Berkel eine große Wiese ausgeleuchtet. Auf ihr landete die fliegende Intensivstation „Christoph Niedersachsen“. Dass nachts ein Hubschrauber zu einem Unfallort fliegt, komme sehr selten vor, sagte Chefpilot Achim Bickel. Solche Nachtflüge seien nicht ungefährlich. Das vierköpfige Team der DRF-Luftrettung flog den Patienten nach Hannover zum Nordstadt-Krankenhaus.

 

Quelleninformationen
Autor: Ulrich BehmannWebsite: http://www.dewezet.de

   
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Quelle: Deutsche Wetterdienst
Letzte Aktualisierung 21/08/2019 - 06:28 Uhr
   

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