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Artikel aus dem Online-Portal der DWZ

 

Sanitäter und Feuerwehrleute im Dauereinsatz / Zehn Brände gelöscht / Ruhige Nacht für Polizisten

 


 

Hameln-Pyrmont (ube). Die einen machen die Nacht zum Tage, die anderen sind unterwegs, um Menschen in Not zu helfen – für Polizisten, Feuerwehrleute und Sanitäter war der Jahreswechsel alles andere als ruhig. Notarzt-Teams waren pausenlos im Einsatz. Statistisch gesehen rückten die Retter in den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden zwischen 20 Uhr und 8 Uhr alle acht Minuten aus. Auch Kriminelle waren unterwegs: In Klein Berkel sprengten unbekannte Täter einen Automaten – sie erbeuteten Geld und Zigaretten. Einen ähnlich gelagerten Fall hatte es bereits in der Nacht zuvor gegeben (siehe Seite 9). Die Feuerwehren hatten diesmal besonders viel zu tun: Am frühen Neujahrsmorgen mussten die Freiwilligen innerhalb von drei Stunden kreisweit sechs kleinere Brände, die vermutlich von Raketen oder Böllern verursacht worden waren, löschen. Schon am Silvestertag hatte es zwischen 17 Uhr und Mitternacht viermal gebrannt.

 

Aus Sicht der Polizei ist die Nacht der Nächte „verhältnismäßig ruhig“ verlaufen. Schwere Gewalttaten habe es nicht gegeben, hieß es. Sechsmal seien Polizisten jedoch zu Körperverletzungen und zu einer häuslichen Gewalttat gerufen worden, berichtet Oberkommissar Guido Krosta. In der Polizei-Leitstelle an der Ruthenstraße, die für die Landkreise Hameln-Pyrmont und Holzminden zuständig ist, wurden zwischen 20 Uhr und 6 Uhr 54 Einsätze koordiniert. „Das entspricht in etwa dem Einsatzaufkommen einer normalen Nachtschicht“, sagt Krosta. Zum Vergleich: Beim Jahreswechsel 2011/2012 mussten die Beamten 20 Aufträge mehr „abarbeiten“. Außergewöhnlich: In Hameln ereignete sich in der Silvesternacht nicht ein einziger Verkehrsunfall.

 

Das erste Feuer des Jahres 2013 wurde von Polizisten mit einem Feuerlöscher bekämpft. An der Stadtgalerie in Hameln brannte um 0.15 Uhr ein Mülleimer. Danach ging es Schlag auf Schlag, wurden drei weitere Brände gemeldet: An der Königsberger Straße in Aerzen stand um 0.18 Uhr eine Hecke in Flammen. Ein Nachbar, der zur Hilfe eilte, habe sich verletzt, berichtet Ortsbrandmeister Heinz Brand. Der Schlauch eines Feuerlöschers soll ihm gegen den Kopf geschlagen sein. Mit einem Rettungswagen wurde der Mann noch in der Nacht zu einer Augenklinik nach Hannover gefahren.

 

Der erste Sirenenalarm wurde um 0.19 Uhr in Groß Berkel ausgelöst: Am Zurmühlenweg hatte eine Rakete eine Wiese entzündet. Zwei Minuten später rückte die Feuerwehr Hameln aus, weil am Reherweg Bäume brannten. Auch in Holzminden und Stadtoldendorf mussten in der ersten halben Stunde des neuen Jahres Flächenbrände gelöscht werden. Um 2.19 Uhr löschten Freiwillige an der Pestalozzistraße in Bad Münder einen Schuppen mit Wasser und Schaum. An der Preußenwiese in Holzhausen schwelten um 3.05 Uhr Gelbe Säcke und andere Gegenstände auf einem Balkon. In Bad Pyrmont verhinderte die Feuerwehr am Altenauplatz wenige Minuten später, dass Flammen, die aus einem Müllcontainer loderten, auf zwei Häuser übergreifen konnten. Durch die enorme Hitze sei schon eine Fensterscheibe an einem Gebäude zersprungen, hieß es. Schon um 23.49 Uhr hatten die Freiwilligen an der Brunnenstraße in Bad Pyrmont einen Mülleimer gelöscht. Am Münchhausenring in Hessisch Oldendorf war bereits um 22.50 Uhr ein Container in Brand geraten. Ein brennender Stapel Altpapier, der an einer Hauswand lagerte, habe die Fischbecker Feuerwehr um 18.43 Uhr auf den Plan gerufen, hieß es. Die Hamelner Wachbereitschaft musste um 16.58 Uhr am Aubuschweg brennende Büsche löschen.

 

Die erste Schlägerei des neuen Jahres wurde um 0.43 Uhr von der Welseder Straße in Hessisch Oldendorf gemeldet. „Bei uns klingeln pausenlos die Notruftelefone. Es geht aber meist nur um Streitigkeiten und Ruhestörungen“, so der Kommissar vom Lagedienst um 1.30 Uhr. Rettungswagen wurden zu sechs „Schnapsleichen“ gerufen.

 

Auch in der Notaufnahme des Hamelner Sana-Klinikums war einiges los: „Wir versorgen im Moment Patienten mit Knallkörperverletzungen und Alkoholvergiftungen. Gerade werden zwei Unfallopfer eingeliefert“, meldete eine Krankenschwester um kurz nach 2 Uhr.

 

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Nach 22 Stunden war der Einsatz an der Aerzener Brotfabrik beendet. Die Halle muss noch 24 Stunden belüftet werden, damit der beißende Ammoniak-Geruch verfliegt.

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Stunden ist die Lage wieder unter Kontrolle

Aerzen (red). Nach dem Austritt von Ammoniak in der Aerzener Brotfabrik ist die Lage wieder unter Kontrolle. Am Montag war in dem Betrieb eine größere Menge des Atemgiftes ausgetreten.

Nach 22 Stunden hatte die Feuerwehr am Dienstagmorgen um 10 Uhr alle Sicherungsarbeiten abgeschlossen. An einer Anlage zur Schockfrostung von Kuchen war am Montag ein Austritt von Ammoniak festgestellt worden. Einsatzkräfte der Feuerwehr Aerzen erkundeten die Lage: Eine größere Menge des Atemgifts war bereits in eine unter der Anlage befindlichen Wanne gelaufen und verdampfte von dort. Der Ammoniakgeruch war auch vor dem Gebäude deutlich wahrnehmbar. Daher entschloss sich der Einsatzleiter

weitere Gefahrguteinheiten zu alarmieren. Die Feuerwehreb Groß Berkel, Grießem, Herkendorf, Grupenhagen sowie der Gefahrgutzug und der ABC-Zug der Kreisfeuerwehr setzten sich nach Aerzen in Marsch.

Das bis dahin ausgetretene Ammoniak wurde mit Chemikalienbindemitteln aufgenommen und so unschädlich gemacht. Da im unmittelbaren Bereich der Anlage durch das gasförmige Ammoniak Explosions- und Gesundheitsgefahr bestand, wurde der Bereich weiträumig abgesperrt. Die Arbeiter der Firma konnten alle unverletzt aus dem Gebäude geführt werden und wurden von der Firmenleitung nach Hause geschickt.

Bei weiteren Erkundungen wurde festgestellt, dass von der Anlage eine Leitung abgerissen war und so das Ammoniak aus zwei Öffnungen austreten konnte. Eine Öffnung konnte von den Einsatzkräften verschlossen werden, während die andere Öffnung auf Grund der Bauweise der Anlage nicht zugänglich war. Daher war es notwendig, die Anlage komplett zu entleeren. Eine Fachfirma lieferte dafür Spezialpumpen und besondere Auffangbehälter, um die 300 Liter Ammoniak aufzunehmen.

Das flüssige Ammoniak wurde so weit wie möglich aus der Anlage in die Spezialbehälter umgepumpt. Nachdem die überwiegende Menge abgepumpt war, wurde der Rest kontrolliert in das Gebäude abgelassen und weiter beheizt, um eine schnelle Verdampfung zu gewährleisten. Mit bis zu drei Hochleistungslüftern wurde dann der gasförmige Schadstoff aus der Halle gedrückt. Nachdem Messungen ergeben hatten, dass die Konzentration des Ammoniaks unter 150 ppm (parts per million) gefallen war, wurde die Lüftungsanlage der Produktionshalle wieder in Betrieb genommen.

Zurzeit liegt die Konzentration in der Halle bei 50 ppm, was dem Einsatztoleranzwert entspricht. Da weiterhin ein stechender Geruch in der Halle wahrnehmbar ist, werden die Be- und Entlüftungsmaßnahmen weiterhin durchgeführt.

Quelleninformationen
Autor: RedaktionWebsite: http://www.dewezet.de

   

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Quelle: Deutsche Wetterdienst
Letzte Aktualisierung 05/12/2019 - 21:06 Uhr
   
   
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