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Großeinsatz: Feuerwehr verhindert Waldbrand

Gartenhaus am Schierholzberg steht nachts lichterloh in Flammen / Wasser sogar aus Hameln und Kirchohsen herangeschafft

Von Ulrich Behmann

Aerzen. Mit allen verfügbaren Tanklöschfahrzeugen, die in Aerzen, Groß Berkel, Grupenhagen, Kirchohsen und sogar in der Stadt Hameln zusammengezogen wurden, hat die Feuerwehr gestern Nacht einen Waldbrand am Schierholzberg in Aerzen verhindert. Zwei Männer (44, 60) aus Aerzen, die nach Angaben der Polizei vom nahe gelegenen Ausflugslokal „Bussard-Klause“ kamen, hatten um 1.40 Uhr meterhohe Flammen entdeckt und sofort Alarm geschlagen. Unter hohen Laubbäumen brannte zu diesem Zeitpunkt ein Holzhäuschen mit Vorbau. Die Ursache des Feuers ist derzeit noch unbekannt. Ein Team der Tatort-Gruppe suchte nach Spuren, befragte Zeugen. Eine vorsätzliche Brandstiftung könne nicht ausgeschlossen werden, teilte Hauptkommissar Jörn Schedlitzki am Nachmittag auf Anfrage mit.

Die Freiwilligen der Feuerwehr Aerzen waren rasch zur Stelle. Da es am Waldrand keinen Hydranten gibt, forderte Ortsbrandmeister Heinz Brand Verstärkung an. Die Feuerwehr Groß Berkel und die Werkfeuerwehr der Aerzener Maschinenfabrik wurden alarmiert. Zusätzlich ließ der Einsatzleiter die sogenannte Waldbrandschleife auslösen. Das bedeutet: Zwei Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehr Hameln und ein in der Feuerwehrtechnischen Zentrale Kirchohsen stationierter Großtankwagen rückten aus. Gemeindebrandmeister Friedhelm Senke ließ zudem ein Tanklöschfahrzeug aus Grupenhagen kommen. Um zu vermeiden, dass die Dorfbewohner von heulenden Sirenen geweckt werden, hatte er den Ortsbrandmeister via Handy verständigt. „Der Wassermeister der Gemeinde hat sofort die Förderpumpen bei Schwöbber in Gang gesetzt und dadurch den Druck im Leitungsnetz erhöht“, berichtet Senke.

Gelöscht wurde mit Wasser und Schaum. Der Gemeindebrandmeister schätzt, dass weit mehr als 20000 Liter Wasser zum Schierholzberg gefahren wurden. Die zirka 20 Quadratmeter große Waldhütte war dennoch nicht mehr zu retten. Sie hatte bereits bei Eintreffen der ersten Kräfte lichterloh gebrannt. Starker Wind fachte das Feuer an. Durch die Strahlungshitze fingen Bäume, die in der näheren Umgebung standen, an zu brennen. Erst gegen 4 Uhr konnten die letzten Löschmannschaften wieder einrücken.

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Die aus Holz und Metall gebaute Hütte brannte völlig aus. Foto: ube

Meterhohe Flammen im Wald. Feuerwehrleute bereiten einen Löschangriff vor.

Die aus Holz und Metall gebaute Hütte brannte völlig aus.
Fotos: ube, DWZ
Quelleninformationen
Autor: Ulrich BehmannWebsite: http://www.dewezet.de

   

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