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Artikel aus dem Online-Portal der DWZ

 

Flammen im Wald – Sirenenalarm

Groß Berkel (ube). Sie war zeitweise kerzengerade, mal braungelb, mal weiß - und stand über dem Riepen: Die Rauchsäule war weithin sichtbar. Am Samstagnachmittag um 15.20 Uhr heulten in Groß Berkel die Sirenen. 25 Freiwillige der Ortsfeuerwehr rückten mit drei Lösch- und einem Mannschaftswagen aus. Anfangs war unklar, was brannte. Die Alarmmeldung lautete deshalb: „Unklare Feuermeldung am Schullandheim Riepenburg!“ Die Helfer machten sich auf die Suche nach dem Brandort. Dabei fuhr sich ein Löschfahrzeug fest – es musste aus dem aufgeweichten Untergrund gezogen werden. Auf einer offenbar erst vor Kurzem durch Baumfällarbeiten entstandenen Waldlichtung brannte ein etwa fünf Kubikmeter großer Haufen aus Ästen und Fichtenzweigen. In zweiter schwelte vor sich hin. Wie das Feuer entstanden ist und wie es gelöscht wurde, lesen Sie in der Print-Ausgabe der Dewezet.

 

Rauchschwaden wabern durch den Wald. Foto: ube

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Stunden ist die Lage wieder unter Kontrolle

Aerzen (red). Nach dem Austritt von Ammoniak in der Aerzener Brotfabrik ist die Lage wieder unter Kontrolle. Am Montag war in dem Betrieb eine größere Menge des Atemgiftes ausgetreten.

Nach 22 Stunden hatte die Feuerwehr am Dienstagmorgen um 10 Uhr alle Sicherungsarbeiten abgeschlossen. An einer Anlage zur Schockfrostung von Kuchen war am Montag ein Austritt von Ammoniak festgestellt worden. Einsatzkräfte der Feuerwehr Aerzen erkundeten die Lage: Eine größere Menge des Atemgifts war bereits in eine unter der Anlage befindlichen Wanne gelaufen und verdampfte von dort. Der Ammoniakgeruch war auch vor dem Gebäude deutlich wahrnehmbar. Daher entschloss sich der Einsatzleiter

weitere Gefahrguteinheiten zu alarmieren. Die Feuerwehreb Groß Berkel, Grießem, Herkendorf, Grupenhagen sowie der Gefahrgutzug und der ABC-Zug der Kreisfeuerwehr setzten sich nach Aerzen in Marsch.

Das bis dahin ausgetretene Ammoniak wurde mit Chemikalienbindemitteln aufgenommen und so unschädlich gemacht. Da im unmittelbaren Bereich der Anlage durch das gasförmige Ammoniak Explosions- und Gesundheitsgefahr bestand, wurde der Bereich weiträumig abgesperrt. Die Arbeiter der Firma konnten alle unverletzt aus dem Gebäude geführt werden und wurden von der Firmenleitung nach Hause geschickt.

Bei weiteren Erkundungen wurde festgestellt, dass von der Anlage eine Leitung abgerissen war und so das Ammoniak aus zwei Öffnungen austreten konnte. Eine Öffnung konnte von den Einsatzkräften verschlossen werden, während die andere Öffnung auf Grund der Bauweise der Anlage nicht zugänglich war. Daher war es notwendig, die Anlage komplett zu entleeren. Eine Fachfirma lieferte dafür Spezialpumpen und besondere Auffangbehälter, um die 300 Liter Ammoniak aufzunehmen.

Das flüssige Ammoniak wurde so weit wie möglich aus der Anlage in die Spezialbehälter umgepumpt. Nachdem die überwiegende Menge abgepumpt war, wurde der Rest kontrolliert in das Gebäude abgelassen und weiter beheizt, um eine schnelle Verdampfung zu gewährleisten. Mit bis zu drei Hochleistungslüftern wurde dann der gasförmige Schadstoff aus der Halle gedrückt. Nachdem Messungen ergeben hatten, dass die Konzentration des Ammoniaks unter 150 ppm (parts per million) gefallen war, wurde die Lüftungsanlage der Produktionshalle wieder in Betrieb genommen.

Zurzeit liegt die Konzentration in der Halle bei 50 ppm, was dem Einsatztoleranzwert entspricht. Da weiterhin ein stechender Geruch in der Halle wahrnehmbar ist, werden die Be- und Entlüftungsmaßnahmen weiterhin durchgeführt.

Quelleninformationen
Autor: Ulrich BehmannWebsite: http://www.dewezet.de

   

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Quelle: Deutsche Wetterdienst
Letzte Aktualisierung 06/12/2019 - 18:10 Uhr
   
   
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