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Nur ein Notruf bremst den Tatendrang

Feuerwehrleute gehen mit viel Herzblut an den Bau ihres Domizils / Bald hat die Platznot ein Ende

 

Groß Berkel (sbr). Noch bevor Hartwig zur Mühlen mit dem Zusammenbauen der Materialregale fertig ist, steht auf der Baustelle eine ältere Dame aus der Nachbarschaft, die sich aus ihrer Wohnung ausgesperrt hat. Jetzt ist erst einmal technische Hilfe gefragt, und der Akkuschrauber hat Pause. „Schon mehrere Einsätze haben uns mitten in der Arbeit auf unserer Baustelle erwischt“, sagt Groß Berkels Ortsbrandmeister. „Es kam schon vor, dass der Fliesenkleber gerade an die Wand gebracht worden war, als die Sirenen und Melder zum Einsatz riefen. Nachdem das Feuer gelöscht worden war, mussten die Brandschützer dann noch schnell auf die Baustelle, um den mittlerweile harten Kleber von der Wand zu kratzen“, erzählt zur Mühlen und fügt an, dass er vom ehrenamtlichen Engagement seiner Feuerwehrleute begeistert ist. „Manche sind im wahrsten Sinne des Wortes über sich hinausgewachsen und haben bisher völlig unbekannte Begabungen an sich entdeckt.“

Seit über 75 Jahren ziert ein silberner Schützenvogel vor rotem Hintergrund mit zwei goldenen Querbalken das Ortswappen von Groß Berkel. Die goldenen Streifen müssen es Hartwig zur Mühlen angetan haben, denn seit Kurzem schmücken sie zwar nicht im Querformat und auch nicht in goldener Farbe vor rotem Grund, sondern als rote Längsstreifen an der weißen Hauswand den Neubau des Feuerwehrhauses am Dibbetweg. Vor fast genau einem Jahr wurde der Grundstein für das neue Gebäude der Stützpunktfeuerwehr Groß Berkel gelegt. Heute, zwölf Monate später, sind ein Großteil der Bauarbeiten – innen sowie außen – bereits abgeschlossen. Ein Teil der ausgeschriebenen Arbeiten wurde von heimischen Firmen ausgeführt, spezielle Aufträge an Fachfirmen vergeben und ein nicht unerheblicher Teil des Innenausbaus von den Feuerwehrmitgliedern selbst in deren Freizeit erledigt.

Nach dem Termin der Fertigstellung und der offiziellen Übergabe gefragt, winkt Ortsbrandmeister Hartwig zur Mühlen ab. „Noch sind einige Handgriffe in dem 270 Quadratmeter großen Sozialtrakt und der etwa gleichgroßen Fahrzeughalle notwendig, bevor der erste Einsatz vom neuen Domizil aus gefahren werden kann.“ Der Ortsbrandmeister lässt sich ein konkretes Datum nicht entlocken.

Ein Rundgang durch den Neubau macht deutlich, wie viel Engagement und Herzblut die Feuerwehrleute in die Umsetzung der Pläne für ihr neues Feuerwehrhaus investiert haben. „Da kommen am Ende einige Tausend ehrenamtlich geleistete Stunden zusammen“, so der Ortsbrandmeister, der auf dem Rücken liegend nun auch die letzte Ecke unter den Heizkörpern gestrichen hat.

Büro und Besprechungszimmer des Kommandos sind bereits bezugsfertig. Auch im Lehrsaal wurde die letzte Tapetenbahn eingekleistert und an die Wand gebracht. Allerdings fehlt im größten Raum des Sozialtrakts noch die Beleuchtung. Und auch sonst ist der Lehrsaal eher ein „Leersaal“, denn Tische und Stühle sind noch nicht vorhanden. Dafür ist der Sanitärbereich sowohl für Herren als auch für Damen fertig, genauso wie die Fahrzeughalle und die angrenzenden Garagen, die unter anderem als Lager für Geräte und Ausrüstung genutzt werden.

Der sogenannte Schwarzbereich – eine Schmutzschleuse zwischen der Fahrzeughalle und den Umkleideräumen mit einer Stiefelwaschanlage – könnte ebenfalls seiner Bestimmung übergeben werden. Allerdings fehlen in den Umkleideräumen noch die Spinde. In der zukünftigen Werkstatt, die an die Fahrzeughalle angrenzt, wurden sogar schon die Fenster geputzt. „Wir werden langsam anfangen, die Räume mit Leben zu füllen. Das wird nicht auf einmal passieren und sich sicher auch noch über Wochen hinziehen“, so Hartwig zur Mühlen.

Auch Bürgermeister Bernhard Wagner lobt die überaus große Bereitschaft der Groß Berkeler Brandschützer. „Zwar waren Eigenleistungen im Vorfeld vereinbart worden, aber das, was hier geleistet wurde und noch immer wird, übertrifft meine Erwartungen bei Weitem und verdient großes Lob“, so der Bürgermeister. „Mit dem zukunftsfähigen, aber keinesfalls überdimensionierten Neubau erhält die Stützpunktfeuerwehr Groß Berkel jetzt die Möglichkeit, die Fahrzeuge sowie Ausrüstung und Materialien an einem zentralen Ort sach- und zeitgemäß zu lagern und unterzubringen.

Platznot und ein dringender Sanierungsbedarf am alten Feuerwehrhaus hatten bereits vor Jahren die Diskussion um einen Neubau angestoßen“, erklärt der Bürgermeister die Notwendigkeit des 670000 Euro teuren Bauprojektes in finanziell angespannten Zeiten. Nur mithilfe des ehrenamtlichen Engagements der Freiwilligen Feuerwehr in Groß Berkel hätte das realisiert werden können, wie Wagner ausdrücklich betont. Die letzte richtig große Baustelle auf dem Neubaugelände der Stützpunktfeuerwehr ist übrigens das Außengelände selbst. Hier wurde lediglich im hinteren Bereich der vom Fahrradweg zwischen Groß Berkel und Reher gefräßte Asphalt als Untergrund eingebracht. Nun muss noch so mancher Pflasterstein verlegt werden, bevor die tonnenschweren Einsatzfahrzeuge die Fahrzeughalle erreichen können.

regal haus

Frank Sygo, René Dreyer und Günther Huchthausen (v.li.) bauen die Regale für das Materiallager auf.

Im Inneren des Feuerwehrhauses sind die meisten Arbeiten bereits erledigt, auf dem Außengelände müssen noch etliche Pflastersteine verlegt werden. Rote Längsstreifen zieren das Gebäude.

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Quelleninformationen
Autor: Sabine BrakhanWebsite: http://www.dewezet.de

   
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Letzte Aktualisierung 21/08/2019 - 07:59 Uhr
   

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