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Häuser in Flammen - Feuer bedroht Altdorf

Großbrand verwüstet zwei Gebäude in Groß Berkel / Löscheinsatz dauert mehr als 20 Stunden

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Großfeuer „An der Kirche“: Zunächst steht nur das Fachwerkgebäude in Flammen. Wenig später brennt auch das Wohnhaus.

Fotos: ube


Groß Berkel (ube). Die Flammen breiten sich rasend schnell aus. Sie sind eine Gefahr für das Altdorf von Groß Berkel. Erst brennt nur ein Fachwerkgebäude, in dem sich auch eine Werkstatt befindet. Dann fängt auch das Dach des angebauten Backstein-Hauses Feuer. Die vier Bewohner (39, 49, 7 und 76 Jahre alt) sind zum Glück nicht daheim. Funkenflug und extreme Strahlungshitze bedrohen die dicht aneinander stehenden Nachbarhäuser. Aus Angst, sein Haus könne Feuer fangen, greift ein Mann zur Selbsthilfe und spritzt mit einem Gartenschlauch Wasser auf das Dach. Feuerwehrleute evakuieren Menschen, sperren Straßen.

Das Großfeuer „An der Kirche“ ist am Samstagnachmittag ausgebrochen. Es lässt sich nicht so einfach löschen. Noch gestern Früh steigt Rauch auf, schwelen Glutnester. Experten glauben, dass die beiden Brandruinen abgerissen werden müssen. 122 Freiwillige aus zehn Ortsfeuerwehren waren stundenlang im Einsatz. Es ist ihnen gelungen, ein Inferno zu verhindern. Ein Senior (76), der mit ansehen musste, wie das Haus, in dem er wohnte, Feuer fing, wurde vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gefahren. Der Schaden wird auf 250000 Euro geschätzt. Noch weiß niemand, wodurch das Feuer entstanden ist.

Es ist 15.15 Uhr. Sirenen heulen. Über Groß Berkel steht eine schwarze Rauchsäule. Aufgeschreckt von den lauten Heultönen schaut Landärztin Heike Wilfling-Lemke aus dem Fenster. Sie setzt sich in ihr Auto, will „einfach nur helfen“. Als die ersten Feuerwehrleute eintreffen, lodern in einer schmalen Gasse meterhohe Flammen aus dem Holzgiebel eines Fachwerkhauses. Das Feuer weitet sich rasend schnell aus. Im Umkreis von mehreren Metern ist es so heiß, dass Feuchtigkeit auf den Ziegeln der Nachbarhäuser verdunstet und Dampf aufsteigt, der wie Qualm aussieht. Eile ist geboten. Verstärkung wird angefordert.

Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Jens Pieper übernimmt die Einsatzleitung, teilt den Brandort in Abschnitte ein. Groß Berkels Ortsbrandmeister Hartwig zur Mühlen und sein Vize Thomas Meyer sollen in ihren Sektoren die Lage einschätzen und die anrückenden Einheiten einsetzen. Um 15.54 Uhr lässt Pieper „Feuer 3“ auslösen. Das ist die höchste Alarmstufe.

Die Feuerwehr Hameln unterstützt ihre Kameraden mit zwei Drehleitern und einem Tanklöschfahrzeug, die Feuerwehrtechnische Zentrale Kirchohsen schickt mehrere Spezialfahrzeuge. Frauen und Männer aus Groß Berkel, Aerzen, Multhöpen, Dehmke, Grupenhagen, Selxen, Königsförde und der Werkfeuerwehr „Lenze“ kämpfen stundenlang Seite an Seite gegen das Großfeuer. Mutige Helfer stellen eine Leiter an, holen in letzter Minute ein Dutzend Vögel aus dem brennenden Haus.

Es ist ein gefährlicher Einsatz: In dem Fachwerkgebäude explodieren Spraydosen. Im Erdgeschoss dieses Hauses liegen vier große Gasflaschen. In einigen soll sich Argon und Acetylen befinden. Freiwillige holen die erwärmten Stahlbehälter rasch aus dem Gefahrenbereich und kühlen sie.

Mit großen Wasserwerfern, die an den Rettungskörben der Drehleitern montiert sind, können die Hamelner Feuerwehrleute die Flammen gezielt aus der Luft bekämpfen. Die Lehmschlagdecken saugen sich voll; einige stürzen ein. Das Technische Hilfswerk ist mit Fachberater Tobias Tasler vertreten. Wäre ja möglich, dass Gebäudeteile eingerissen werden müssen und schweres Gerät benötigt wird. Rettungswagen des Roten Kreuzes rücken an. Ärztin Heike Wilfling-Lemke kümmert sich um den 76 Jahre alten Hausbewohner. Die Aufregung setzt ihm zu. Offenbar hat der Senior Herzbeschwerden. Die Schnellen Einsatzgruppen des DRK aus Marienau, Bad Münder und Hameln rücken mit Rettungsfahrzeugen an. Um 16.56 Uhr wird die Verpflegungsgruppe der Katastrophenschutzbereitschaft der Kreisfeuerwehr mobilisiert. Die völlig erschöpften Löschmannschaften brauchen dringend eine Stärkung. Bei der Kälte und Nässe tut heißer Kaffee gut.

Um 16.22 Uhr ist der Großbrand zwar nicht gelöscht, aber wenigstens unter Kontrolle. Einsatzleiter Jens Pieper ist erleichtert. „Wir haben die Nachbargebäude gehalten und das Schlimmste verhindert.“

Die ganze Nacht über halten Ortsbrandmeister Hartwig zur Mühlen und seine Kameraden im Licht von großen Halogenscheinwerfern Brandwache. Immer wieder flammen Glutnester auf, müssen die Helfer zur Spritze greifen. Erst am Sonntag um 12 Uhr meldet Hartwig zur Mühlen der Leitstelle: „Feuer aus!“

Heute werden Brandursachen-Ermittler des Zentralen Kriminaldienstes in den Ruinen nach Spuren suchen.

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Der Dachstuhl des Backsteinhauses hat Feuer gefangen. Freiwillige stellen Leitern an, wollen Vögel aus der Wohnung holen.
 
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Von der Drehleiter aus bekämpfen Hamelner Feuerwehrleute den Großbrand mit einem Wasserwerfer. In dem Fachwerkgebäude (rechts) soll das Feuer ausgebrochen sein.

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Quelleninformationen
Autor: Ulrich BehmannWebsite: http://www.dewezet.de

   
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Quelle: Deutsche Wetterdienst
Letzte Aktualisierung 22/08/2019 - 02:54 Uhr
   

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