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Feuer, Hitze und Ruß verwüsten Wohnung

Hausbewohner flüchten ins Freie / Drei Feuerwehren im Einsatz / Polizei klärt Brandursache

Von Ulrich Behmann

Aerzen. Als er zu mitternächtlicher Stunde ins Wohnzimmer gehen wollte, entdeckte er das Feuer. Giftiger Qualm stieg auf. Der Senior (83) tat das einzig Richtige – er ergriff die Flucht, klopfte an der Wohnungstür seines Sohnes (38), der im selben Haus wohnt. Die Männer retteten sich ins Freie.

Die Feuerwehr wurde um 0.03 Uhr alarmiert. Die Freiwilligen trafen außerordentlich schnell am Amselweg ein. Bereits zwei Minuten später meldete die Besatzung des Aerzener Tanklöschfahrzeuges: „Zimmer steht in Flammen. Eine Person wird vermisst. Wir brauchen Verstärkung!“

Während ein Atemschutz-Trupp in die Erdgeschosswohnung ging, um die Flammen zu bekämpfen, heulten Sirenen, piepten Meldeempfänger. Die Feuerwehren Groß Berkel und Reher rückten zur Unterstützung an, und die Sprechfunker des Teams „Einsatzleitung“ machten sich auf den Weg. Die Leitstelle „Weserbergland“ schickte zudem ein Notarzt-Einsatzfahrzeug und einen Rettungswagen aus Hameln sowie das Intensivtransportmobil aus Emmerthal zum Amselweg.

In der ersten Aufregung soll der 38-Jährige den Feuerwehrleuten gesagt haben: „Mein Ex-Schwager ist noch im Haus.“ Er wusste da noch nicht, dass sich auch dieser Mann (58) rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte. Bis zum Eintreffen des Notarzt-Teams kümmerten sich Feuerwehr-Sanitäter um den betagten Vater und seinen nur leicht bekleideten Sohn. Ortsbrandmeister Heinz Brand und Gemeindebrandmeister Eckhard Bode übernahmen die Einsatzleitung. Schläuche wurden ausgerollt. Helfer brachten einen Hochdrucklüfter in Stellung. Sechs mit Atemschutzgeräten ausgerüstete Trupps gingen nach und nach in die durch Flammen, Hitze und Ruß verwüstete Wohnung, um Glutnester zu löschen und den Raum zu kühlen. „Wir haben extra mit Sprühstrahl gearbeitet und deshalb nur sehr wenig Wasser benötigt“, sagt Bode. Vater und Sohn kamen bei Nachbarn unter.

Ermittler der Tatort-Gruppe und Polizisten des Kommissariats Bad Pyrmont fanden heraus, wie der Brand entstanden ist. „Unsere Experten gehen von einem technischen Defekt am Netzteil eines Massagesessels aus“, sagte Kommissar Dirk Barnert.

Fotos: ube

amselweg1 amselweg2

Nächtliches Feuer am Amselweg in Aerzen – Qualm steigt auf,

Freiwillige verlegen Schläuche.

 

Ein Notarzt-Team kümmert sich um Bewohner,

die ins Freie geflüchtet sind.

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Quelleninformationen
Autor: Ulrich BehmannWebsite: http://www.dewezet.de

   

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